Wenn dein Stelleninserat kaum passende Bewerbungen bringt, prüfe zuerst das Angebot und den Bewerbungsweg. Eine Recruiting-Kampagne kann zusätzliche Menschen erreichen. Sie braucht dafür eine konkrete Stelle, nachvollziehbare Arbeitsbedingungen und einen Prozess, auf den du zeitnah reagieren kannst. Mehr Reichweite allein löst einen unklaren oder unattraktiven Stellenbeschrieb nicht.
Was müssen Bewerbende vor dem ersten Kontakt wissen?
Versetze dich in eine Person, die bereits eine Stelle hat. Warum sollte sie wechseln? Welche Aufgaben übernimmt sie bei dir? Wie sehen Arbeitsort, Pensum und Arbeitszeiten aus? Welche Erfahrung ist wirklich nötig und was kann im Betrieb gelernt werden?
Beschreibe diese Punkte konkret. «Tolles Team» ist schwer einzuordnen. Echte Einblicke in den Arbeitsalltag helfen stärker, sofern das Team damit einverstanden ist. Erkläre auch, wer Rückfragen beantwortet und wie der Auswahlprozess abläuft.
Richte eine verständliche Bewerbungsseite ein
Die Seite sollte auf dem Smartphone gut lesbar sein. Interessenten müssen erkennen, um welche Stelle es geht und wie sie Kontakt aufnehmen können. Ein kurzer erster Kontakt kann für gewisse Stellen sinnvoll sein. Für andere Aufgaben sind bestimmte Nachweise bereits am Anfang notwendig.
Frage nur die Informationen ab, die du für den jeweiligen Schritt brauchst. Prüfe den Prozess selbst: Funktioniert das Formular? Kommt die Nachricht an? Gibt es eine zuständige Person? Lege ausserdem fest, wie mit Bewerbungsdaten und Zugriffsrechten umgegangen wird.
Wähle die Ansprache passend zur Stelle
Suchanzeigen können Menschen erreichen, die aktiv nach einer Stelle suchen. Social-Media-Kampagnen können eine zusätzliche Ansprache ermöglichen. Welche Plattform passt, hängt unter anderem von Beruf, Region und den verfügbaren Inhalten ab. Eine pauschale Empfehlung für jeden Betrieb ist wenig hilfreich.
Im Text der Anzeige sollten Aufgabe und Angebot mit der Zielseite übereinstimmen. Verzichte auf Versprechen, die der Betrieb nicht halten kann. Sonst entstehen Kontakte, die im Gespräch rasch wieder abspringen.
Miss die Schritte bis zur Einstellung
Dokumentiere eingegangene Kontakte, fachlich passende Bewerbungen, Gespräche und Einstellungen. So erkennst du, an welcher Stelle der Prozess stockt. Viele Kontakte mit geringer Passung verlangen eine andere Anpassung als wenige Kontakte, aus denen gute Gespräche entstehen.
Pro Kanal erfasst, zeigt sich, wo Bewerbende abspringen.
Wenn du eine Agentur vergleichst, lass dir erklären, was sie übernimmt. Dazu können Kampagnen, Inhalte und Bewerbungsseiten gehören. Auswahlentscheidungen, Rückmeldungen und das tatsächliche Arbeitsangebot müssen mit deinem Betrieb abgestimmt bleiben.
Was in ein gutes Stelleninserat gehört
- Eine verständliche Berufsbezeichnung, nach der Bewerbende auch suchen
- Arbeitsort, Pensum und Arbeitszeiten
- Konkrete Aufgaben statt allgemeiner Floskeln
- Anforderungen, getrennt nach «nötig» und «von Vorteil»
- Was du bietest: Weiterbildung, Arbeitszeitmodell, Team, Weg zur Arbeit
- Wenn möglich eine Lohnspanne
- Eine Ansprechperson mit Namen und einen einfachen Bewerbungsweg
Stellen auch in der Google-Suche zeigen
Google kann Stellenangebote in einer eigenen Darstellung in der Suche anzeigen. Dafür braucht die Stelle eine eigene Seite auf deiner Website mit strukturierten Daten für Stellenausschreibungen. Wichtig: Abgelaufene Stellen müssen entfernt oder als abgelaufen markiert werden. So erscheinen keine Angebote mehr, die es nicht mehr gibt.
Typische Fehler
- Das Inserat ist nur als PDF verfügbar und auf dem Smartphone schwer lesbar.
- Bewerbende müssen sich zuerst registrieren oder ein langes Formular ausfüllen.
- Es dauert Wochen bis zur ersten Rückmeldung.
- Die Kampagne wirbt mit Vorteilen, die im Gespräch nicht bestätigt werden.
- Niemand misst, aus welchem Kanal die passenden Bewerbungen kommen.
digitalONLY AG unterstützt Schweizer KMU bei der digitalen Ansprache potenzieller Mitarbeitender. Wir verbinden Kampagnen und Bewerbungsseiten mit vereinbarten Messgrössen. Im Erstgespräch klären wir, für welche Stelle du Unterstützung brauchst und welche Voraussetzungen bereits bestehen.
Quellen
- Google Search Central: Schema-Markup für Stellenausschreibungen
Von Willy Guntersweiler, digitalONLY AG. Fragen zum Artikel? Erstgespräch buchen



