Gute Google Ads werden an Anfragen und Umsatz gemessen, nicht an Klicks. Dafür braucht es fünf Dinge: sauberes Conversion-Tracking, Suchbegriffe mit Kaufabsicht und konsequente Ausschlüsse, Anzeigen, die zur Suche passen, Zielseiten, die das Versprechen einlösen, und ein Budget, das aktiv dorthin gelenkt wird, wo nachweislich Anfragen entstehen.
Klicks sind nicht das Ziel
Viele Kampagnen sehen im Bericht gut aus: hohe Klickrate, günstige Klickpreise. Trotzdem klingelt das Telefon nicht. Meist wird auf das optimiert, was leicht messbar ist, statt auf das, was dem Unternehmen etwas bringt. Für ein KMU zählt am Ende eine Frage: Was kostet mich eine passende Anfrage, und wie viele davon werden zu Aufträgen?
- 01MessenConversion-Tracking für echte Anfragen
- 02SuchbegriffeMit Kaufabsicht
- 03AusschlüsseStreuverluste stoppen
- 04KontostrukturNach Leistung oder Region
- 05AnzeigenGreifen die Suche auf
- 06ZielseitenLösen das Versprechen ein
- 07Gebote & BudgetAktiv steuern
1. Zuerst messen: Conversion-Tracking
Ohne Messung optimiert Google ins Blaue. Lege fest, welche Aktionen für dich eine echte Anfrage sind, und erfasse sie als Conversion. Google beschreibt dafür in der Hilfe zur Conversion-Analyse unter anderem Käufe, Anmeldungen und Anrufe als messbare Aktionen.
- Formularanfragen: nur die Bestätigung nach dem Absenden zählen, nicht den Klick auf «Kontakt».
- Anrufe: Anrufe aus der Anzeige und Klicks auf die Telefonnummer der Website getrennt erfassen.
- Terminbuchungen: gebuchte Termine, zum Beispiel über ein Buchungstool, als eigene Conversion.
- Datenschutz: Tracking nur so einrichten, wie es deine Einwilligungs- und Datenschutzeinstellungen erlauben.
2. Suchbegriffe mit Kaufabsicht
«Webdesign Agentur Zug» bringt andere Besucher als «Webdesign lernen». Gute Kampagnen setzen auf Suchbegriffe, hinter denen ein konkreter Bedarf steht: eine Leistung plus Ort, ein Problem plus «Hilfe» oder ein Produkt plus «kaufen».
Google Ads kennt drei Keyword-Optionen: weitgehend passend, passende Wortgruppe und genau passend. Sie steuern, wie eng eine Suchanfrage zu deinem Keyword passen muss. Je breiter die Option, desto wichtiger werden gutes Tracking und eine sorgfältige Pflege der Suchbegriffe.
3. Streuverluste mit Ausschlüssen stoppen
Mit auszuschliessenden Keywords verhinderst du, dass Anzeigen bei unpassenden Suchen erscheinen. Typische Kandidaten für KMU sind Begriffe wie «gratis», «Job», «Stelle», «Ausbildung», «Anleitung» oder Ortsnamen ausserhalb deines Einzugsgebiets. Prüfe dazu regelmässig den Bericht mit den tatsächlichen Suchbegriffen und ergänze die Liste.
- webdesign lernen
- gratis
- job / stelle
- ausbildung
- anleitung
- webdesign agentur zug
- website erstellen lassen zug
- webdesign kmu zentralschweiz
4. Eine Kontostruktur, die zur Leistung passt
Trenne Kampagnen nach Leistungen oder Regionen, damit Budget und Ergebnisse vergleichbar bleiben. Eine Anzeigengruppe sollte ein klares Thema haben. So kann die Anzeige genau die Frage beantworten, die hinter dem Suchbegriff steht, und du erkennst schnell, welche Leistung sich lohnt und welche nicht.
5. Anzeigen, die zur Suche passen
- Den Suchbegriff aufgreifen: Wer «Textilreinigung Dübendorf» sucht, will genau das in der Überschrift lesen.
- Einen konkreten Grund nennen: Lage, Öffnungszeiten, Spezialisierung oder ein Ablauf, der Zeit spart.
- Assets nutzen: Anruf, Standort und Sitelinks zu den wichtigsten Unterseiten machen die Anzeige grösser und nützlicher.
- Nichts versprechen, was die Zielseite nicht hält: Sonst steigen die Kosten, aber nicht die Anfragen.
6. Zielseiten, die das Versprechen einlösen
Die Anzeige verspricht etwas, die Zielseite muss es sofort einlösen: passende Überschrift, klare Leistung, Vertrauenselemente und eine eindeutige Handlungsaufforderung. Schick Besucher nicht pauschal auf die Startseite. Google berücksichtigt die Nutzererfahrung mit der Landingpage zusammen mit der voraussichtlichen Klickrate und der Anzeigenrelevanz im Qualitätsfaktor, einem Diagnosewert pro Keyword.
7. Gebote und Budget aktiv steuern
Smart Bidding nutzt automatische Gebote, um mehr Conversions oder einen höheren Conversion-Wert zu erzielen. Das funktioniert nur so gut wie die Daten dahinter: Zählt dein Tracking die falschen Aktionen, optimiert die Automatik auf das Falsche. Prüfe deshalb regelmässig:
- Welche Kampagnen bringen qualifizierte Anfragen und welche nur Klicks?
- Zu welchen Tageszeiten, an welchen Wochentagen und auf welchen Geräten entstehen Anfragen?
- Ist die Region so eingestellt, dass nur Menschen in deinem Einzugsgebiet die Anzeige sehen?
Typische Fehler
- Weitgehend passende Keywords ohne Ausschlussliste
- Ein Budget für die ganze Schweiz, obwohl nur die eigene Region relevant ist
- Alle Anzeigen führen auf die Startseite
- Klicks auf «Kontakt» werden als Conversion gezählt statt echter Anfragen
- Automatische Empfehlungen werden ungeprüft übernommen
- Werbebudget und Betreuungshonorar werden nicht getrennt betrachtet
Checkliste für deine Kampagne
- Ist klar definiert, was eine Conversion ist, und wird sie korrekt gemessen?
- Hat jede Kampagne ein klares Ziel und eine passende Zielseite?
- Gibt es eine gepflegte Liste auszuschliessender Keywords?
- Greifen die Anzeigen den Suchbegriff auf und nennen einen konkreten Grund?
- Ist die Region auf dein tatsächliches Einzugsgebiet eingestellt?
- Prüfst du monatlich die Kosten pro qualifizierter Anfrage, nicht nur die Klickpreise?
Fazit
Google Ads funktionieren, wenn Messung, Suchbegriffe, Anzeige und Zielseite zusammenpassen und das Budget aktiv gesteuert wird. Wir bauen Kampagnen auf Anfragen hin und zeigen dir regelmässig, was dein Werbebudget gebracht hat.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Analyse
- Google Ads-Hilfe: Keyword-Optionen
- Google Ads-Hilfe: Auszuschliessende Keywords
- Google Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor für Suchkampagnen
- Google Ads-Hilfe: Smart Bidding
Von Willy Guntersweiler, digitalONLY AG. Fragen zum Artikel? Erstgespräch buchen



